Die Anhebungen des tariflichen Entgelts unterscheiden sich pro Entgeltgruppe und Stufe. Dabei wurde besonders Augenmerk auf das Gehalt für Berufseinsteiger gelegt. Durchschnittlich werden die Tariflöhne wie folgt angehoben: Für Auszubildende und Vorpraktikanten wird die Vergütung für das erste Jahr von aktuell 325 Euro auf 460 Euro pro Monat angehoben. Dies bedeutet eine Anhebung um 42 % der Tabellenwerte. Die neuen Entgelttabellen für die AWO Bayern gelten ab: Für die Arbeiterwohlfahrt AWO Bayern konnte ein Tarifergebnis am 29.06.2018 erzielt werden. Dabei wurden einige neue Regelungen durchgesetzt. Die Entgelte steigen um 7,5 % über die gesamte Laufzeit. Wir konnten Entgeltsteigerungen erstreiten, welche Anschluss an die Entwicklungen des TVöD halten und in Teilen darüber hinausgehen: 7,58% Entgeltsteigerung gegenüber 7,5 des TVöD, einer besseren Jahressonderzahlung und weiteren Verbesserungen bei den Zuschlägen. Welche Auswrkungen die Tarifsteigerungen haben, machen folgende Beispiele sichtbar: Wir konnten erreichen, dass der Zuschlag für Nachtarbeit fast um das Doppelte (!) erhöht wurde: von bisher 1,30 Euro auf 2,50 Euro zum 1. Juli 2019. Der neue Tarifvertrag „TV AWO Bayern“ ist in trockenen Tüchern. Einer der Eckpunkte: Ab dem kommenden Jahr – 2020 – haben alle Beschäftigten Anspruch auf 30 Tage Urlaub. Die Vereinbarungen zur Entgelterhöhung und der Ausbildungsvergütung gelten bis zum 30.

April 2021. Danach können wir erneut in Verhandlungen treten. Sehr erfreulich ist auch, dass wir es geschafft haben, die Vergütung für die Auszubildenden ordentlich zu erhöhen: ____________________________________________________ . Euer großes Engagement in den Kreisverbänden und Einrichtungen der AWO hat uns in den Tarifverhandlungen zu einem außerordentlich guten Tarifabschluss verholfen! Ab dem kommenden Jahr – 2020 – haben in Bereich des TV AWO Bayern alle Beschäftigten Anspruch auf 30 Tage Urlaub. Damit gibt es beim Urlaub keine Unterscheidung mehr zwischen „Alt- und Neubeschäftigte“. Wir konnten durchsetzen, dass es zu keinen unterschiedlichen Erhöhungen für Fachkräfte und Helferberufe wie in der Vergangenheit kam! Die Arbeitgeber weigern sich allerdings weiterhin, im Helfer*innenbereich nachzubessern. Hier müssen wir gewerkschaftlich dringend stärker werden. Wir vereinbarten auch, dass ab dem 1.

Januar 2021 die Entgeltwerte für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE), die nicht in Kindergärten arbeiten, also nicht unter das Bayerisches Kinderbildungs-und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) fallen, auf die Tabellenwerte E/F (= BayKiBiG) zum Stand 1. März 2020 erhöht werden. Damit bekommen ab diesem Zeitpunkt alle Kolleginnen und Kollegen im SuE die Tabellenwerte TVöD. Nach dem 1. März 2021 bekommen dann z.B. Pflege-fachkräfte in der P 7/Stufe 6 monatlich 249,87 Euro und Pflegefachhelfer*innen in P 6/Stufe 6 monatlich 197,56 Euro mehr als heute. Diese Gehaltssteigerungen bedeutet über die Laufzeit des Tarifvertrages ein Plus von 7,58 Prozent.

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